{"id":133284,"date":"2013-11-19T20:42:32","date_gmt":"2013-11-19T19:42:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kukuma.org\/?p=133284"},"modified":"2013-11-19T20:42:32","modified_gmt":"2013-11-19T19:42:32","slug":"open-ig-kultur-wien-meets-kaleidoskop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kukuma.org\/?p=133284","title":{"rendered":":open IG Kultur Wien meets Kaleidoskop"},"content":{"rendered":"<p><em>seid herzlich zur kommenden Open IGKW am 5. Dezember 2013 eingeladen!<\/em><\/p>\n<p><strong> Themen:<\/strong><br \/>\n* Soziale Verdr\u00e4ngung &#8211; die Stadt geh\u00f6rt uns!<br \/>\n* Viel Aufwand f\u00fcr wenig Geld &#8211; freie Kulturszene in der Zwickm\u00fchle<\/p>\n<p>Wann: Donnerstag, 5. Dezember 2013, 16:00 &#8211; 19:00<br \/>\nWo: Kaleidoskop, Sch\u00f6nbrunnerstr. 91, 1050 Wien<\/p>\n<p>Die Open IGKW ist ein Vernetzungs- und Diskussionstreffen f\u00fcr freie und autonome KulturarbeiterInnen, Gruppen und Kollektive. Mit diesem Format soll eine breite Diskussion und Positionierung zu (kulturpolitischen) Themen erm\u00f6glicht und ein gemeinsames Agieren erleichtert werden.<\/p>\n<p><strong>* Soziale Verdr\u00e4ngung &#8211; die Stadt geh\u00f6rt uns!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Aus aktuellem Anlass setzt sich die IG Kultur Wien mit dem Thema &#8222;Soziale Verdr\u00e4ngung&#8220; auseinander. Platzverbote, Kriminalisierung von Bettelei oder Obdachlosigkeit, Wegweisungen oder von Drogenkranken &#8222;bereinigte&#8220; Zonen greifen immer mehr um sich und werden unhinterfragt von breiten Schichten der Bev\u00f6lkerung akzeptiert. Dazu kommt eine oft einseitige, bewusst vereinfachende und sich offen gegen Randgruppen aussprechende mediale Berichterstattung.<\/p>\n<p>Da die Politik in Wien bis dato kaum Stellung zu diesen Ausgrenzungsstrategien bezieht, ist es um so wichtiger, hier klar Position zu beziehen.<\/p>\n<p>Input vor Ort: Maren Rahmann (Bettellobby Wien)<\/p>\n<p>Genauere Informationen zum Thema findet ihr weiter unten.<\/p>\n<p><strong>* Viel Aufwand f\u00fcr wenig Geld &#8211; freie Kulturszene in der Zwickm\u00fchle&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>In letzter Zeit haben sich Ein- und Abrechnungsvorgaben f\u00fcr F\u00f6rdernehmerInnen massiv versch\u00e4rft. Oft steht einem kleinen F\u00f6rderbetrag ein immer gr\u00f6\u00dfer werdender administrativer Aufwand entgegen. Zudem wird das Kultbudget f\u00fcr freie Kulturinitiativen weniger, f\u00fcr neue Initiativen bleiben, wenn \u00fcberhaupt, nur Kleinstbetr\u00e4ge \u00fcber.<\/p>\n<p>\u00c4nderungen hinsichtlich eines klaren Bekenntnisses zur St\u00e4rkung kleiner, freier Kulturinitiativen sind nach zehn Jahren roter Kulturpolitik nicht in Sicht. Daher wollen wir eure Bed\u00fcrfnisse und eure Erfahrungen b\u00fcndeln und uns f\u00fcr Verbesserungen im F\u00f6rderbereich der Stadt Wien und gegen diese zunehmende &#8222;B\u00fcroCrazy&#8220; einsetzen.<\/p>\n<p>Input vor Ort: Irmgard Almer (IG Kultur Wien)<\/p>\n<p>Bei dieser Open IGKW wollen wir diese beiden Themen in zwei Kleingruppen diskutieren und eure Meinungen, Erfahrungen und Vorschl\u00e4ge aufnehmen, um Verbesserungen f\u00fcr diese Bereiche zu erwirken und in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen.<\/p>\n<p><em>Wir freuen uns auf euer Kommen!<\/em><\/p>\n<p><strong>Soziale Verdr\u00e4ngung &#8211; die Stadt geh\u00f6rt uns!<\/strong><\/p>\n<p>Weltweit organisieren und vernetzen sich soziale Bewegungen mit der Forderung \u201eRecht auf Stadt\u201c gegen soziale Normierung und Verdr\u00e4ngung, gegen Gentrifizierung, Repression, Verwertungslogik und gegen eine neoliberale Stadtentwicklung, in welcher \u201edie Stadt\u201c historisch auch ein Synonym f\u00fcr Freiraum &#8211; im Namen \u00f6ffentlicher Sicherheit und Ordnung zunehmend zum kontrollierten und durchkapitalisierten, durch Kommerzialisierung und Konsumzwang \u201eeindeutig\u201c besetzten Ort umgestaltet wird.<\/p>\n<p>Mit dieser Entwicklung einher geht ein sich ver\u00e4ndernder Diskurs \u00fcber den Umgang mit der schrittweise enger und \u00e4rmer werdenden sozialen Kultur von Gro\u00dfst\u00e4dten wie eben auch Wien. Abweichendes Verhalten wird st\u00e4rker moralisierend, kulturalisierend, kriminalisierend und punitiv bearbeitet. Vor diesem Hintergrund erf\u00e4hrt gegenw\u00e4rtig in vielen europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten das Feld der Sicherheits und Ordnungspolitiken eine enorme Aufwertung. Im hegemonialen politischen Diskurs wird die angebliche Notwendigkeit von Vertreibungspolitiken wie die Illegalisierung von Stra\u00dfensexarbeit, Bettel und Alkoholverbote, Wegweisungen, Platzverbote und Kampierverordnungen gegen Wohnungslose, Schutzzonen gegen offene Drogenszenen usw. massiv propagiert. Die Sichtbarkeit von unerw\u00fcnschten und \u201efremden\u201c Personengruppen f\u00fchre zur St\u00f6rung der \u00f6ffentlichen Ordnung. \u00dcber die Erzeugung eines subjektiven Unsicherheitsgef\u00fchls wird eine r\u00e4umliche Pr\u00e4ventionssstrategie und ein immer flexiblerer Zugriff der Repressionsbeh\u00f6rden argumentiert. So werden die gesellschaftlichen Ursachen von Armut und Marginalisierung durch rechte Mythen von \u201eorganisierten Banden\u201c, \u201ehigh crime areas\u201c usw. verschleiert sowie die Betroffenen als gef\u00e4hrliche Gruppen stigmatisiert und vielfachen<br \/>\nRepressalien ausgesetzt. Armutsbetroffene Menschen werden aus dem \u00f6ffentlichen Raum verdr\u00e4ngt und aus dem Blickfeld der Gesellschaft in die Unsichtbarkeit verbannt.<\/p>\n<p>Input von Maren Rahmann, Bettellobby Wien: Die Bettellobby Wien setzt sich gegen die Kriminalisierung und f\u00fcr die Rechte von Bettler_innen ein und k\u00e4mpft gegen Polizei und Beh\u00f6rdenwillk\u00fcr, gegen Vorurteile, falsche Medienberichte und rassistische Hetze. Die Initiative hat die mehrsprachige Brosch\u00fcre \u201eBetteln ist erlaubt\u201c f\u00fcr Bettler_innen, Stra\u00dfenmusiker_innen, Stra\u00dfenzeitungsverk\u00e4ufer_innen, Unterst\u00fctzer_innen und Interessierte herausgegeben und diese Brosch\u00fcre mit einem Kasperltheater &#8211; Dramolett aus Versatzst\u00fccken originaler Strafverf\u00fcgungen, die Bettler_innen in Wien t\u00e4glich erhalten, vor der Polizeidirektion Wien pr\u00e4sentiert. Die Bettellobby Wien fordert die Abschaffung von Bettelverboten, respektvolles, solidarisches Handeln und einen \u00f6ffentlichen Raum, welcher f\u00fcr alle nutzbar und zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Die Stadt geh\u00f6rt allen!<\/p>\n<p>Wir wollen die Frage stellen, wie im Hinblick auf die gegenw\u00e4rtigen stadtpolitischen Entwicklungen die Begriffe von Mit und Selbstbestimmung zu verorten sind. Wie k\u00f6nnen wir unsere Positionen, Forderungen und Praktiken gegen soziale Verdr\u00e4ngung besser vernetzen und unsere Handlungsspielr\u00e4ume erweitern?<br \/>\nWas k\u00f6nnen wir gemeinsam tun? Wie unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, Netze kn\u00fcpfen, Erfahrungen teilen und Strategien entwickeln?<br \/>\nBringt eure Erfahrungen, Ideen, Anregungen und Vorschl\u00e4ge ein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>seid herzlich zur kommenden Open IGKW am 5. Dezember 2013 eingeladen! Themen: * Soziale Verdr\u00e4ngung &#8211; die Stadt geh\u00f6rt uns! * Viel Aufwand f\u00fcr wenig Geld &#8211; freie Kulturszene in der Zwickm\u00fchle Wann: Donnerstag, 5. 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